Alkovenmobil

Beim Alkovenmobil handelt es sich um Fahrzeuge die vom jeweiligen Hersteller einen eigenen Wohnaufbau bekommen. Der Aufbauhersteller bezieht dabei vom Fahrzeughersteller nur die Basis, also ein Fahrgestell mit Motor und Fahrerhaus, jedoch ohne jeglichen Aufbau. Den fehlenden Aufbau setzt dann der eigentliche Wohnmobilhersteller auf das Fahrgestell. Dieser Aufbau besteht wie bei einem Wohnwagen auch aus Sandwichplatten. Dabei werden, einfach gesagt, der innere Wandbelag, die Isolierung und die Aussenhaut aus Aluminum oder Kunststoff zusammen mit einem stabilisierenden Gerüst unter Hitze verpresst. Damit erreicht man einen leichten Wandaufbau, der allerdings leider weniger Stabilität bietet als die feste Blechkarosserie von Campingbus und Kastenwagen.

Seinen prägnanten Namen hat das Alkovenmobil von der markanten Nase über dem Fahrerhaus, eben dem Alkoven.

In diesem sind 2 -3 Schlafplätze untergebracht. So kommt man in einem Alkovenmobil abhängig von der Größe auf 4-6 Schlafplätze. Da die Schlafplätze im Alkoven über eine Leiter erklommen werden müssen empfiehlt sich ein Alkovenmobil eher für Familien mit Kindern, oder für Großeltern, die häufig Enkelkinder mit auf Tour nehmen.

Zu beachten ist bei Alkovenmobilen zudem die Fahrzeughöhe. Durch den auf dem Fahrerhaus aufgesetzen Alkoven erhöht sich die Fahrzeughöhe um einiges. Dies sorgt leider auch für einen ungünstigeren Schwerpunkt, wodurch das Fahrzeug in Kurven eine stärkere Seitenneigung zeigt und insgesamt ungünstigere Fahreigenschaften aufweist als ein Fahrzeug niedrigerer Bauart.

Allerdings kann durch die Unterbringung von 2-3 Schlafplätzen im Alkoven der restliche Platz im Reisemobil besser genutzt werden, was ein deutliches Plus an Ausstattungsmöglichkeiten ergibt.

Meist haben moderne Alkovenmobile im Heck ein Querbett, unter welchem sich ein von außen zugänglicher Stauraum unterschiedlicher Größe befindet, die sogenannte Garage. Hierbei handelt es sich natürlich nicht um eine Garage in der man eine PKW unterstellen kann, wobei auch dies in der Oberklasse der integrierten Reisemobile nicht unmöglich ist.