Bodenplatte

Die Bodenplatte

Wenn man vorhat, ein Reisemobil selbst auszubauen, wird man sowohl bei der Planung, als auch beim Innenausbau meist unten anfangen, also mit der Bodenplatte. Die Bodenplatte ist ein sehr wichtiges Bauelement beim Reisemobil. Dabei ist es egal, ob man einen Kastenwagen ausbauen will oder ein leeres Alkovenfahrzeug hat, das man selbst mit einer Campingeinrichtung versehen will. Die Bodenplatte ist immer ein elementares Bauteil.

Oldtimer Reisemobil integriert

“Wieso ist das so?”, werden Sie jetzt vielleicht fragen. “Das ist doch nur der Fußboden, den man braucht, um darauf herum zu laufen.”. 

Natürlich ist das nicht falsch. Die Bodenplatte bietet gleichzeitig auch den Fußboden. Allerdings ist das nur eine von mehreren Aufgaben, die die Bodenplatte zu bewältigen hat.

Aufgaben der Bodenplatte

Was sind nun deren Aufgaben? Am wichtigsten ist dabei der Sicherheitsaspekt. Die Bodenplatte stellt das verbindende Glied zwischen dem Fahrzeug und der Einrichtung dar. Deshalb ist beim Ausbau des Campingfahrzeugs darauf zu achten, dass sowohl die Bodenplatte sicher mit dem Fahrzeug, als auch die Möbel sicher mit der Bodenplatte verschraubt sind. Aber Eins nach dem Anderen…

Material für die Bodenplatte

Zuerst muss man sich überlegen, aus welchem Material die Platte sein soll. Früher haben Selbstausbauer oft Spanplatten verwendet. Ich rate davon ab, da sich die Möbel nicht völlig sicher auf der Platte verschrauben lassen. Bei häufiger Beanspruchung wird die Verschraubung der Möbel locker und dann beginnt die Spanplatte zu arbeiten und die Löcher weiten sich immer mehr. Eine sichere Verbindung ist dann nicht mehr gewährleistet. Außerdem ist eine Spanplatte allerhöchstens bedingt Wasserfest. Auch dies macht sie für das Vorhaben “Campingausbau” unbrauchbar.

Auch Massivholz ist zur Verwendung als Bodenplatte im Reisemobil nicht geeignet. Durch Temperaturschwankungen und wechselnde Luftfeuchtigkeit würde Massivholz zu stark arbeiten und sich verziehen. Dadurch würden sich wie auch bei der Spanplatte die Schraubverbindungen lockern und die Sicherheit würde nachlassen. Außerdem würde eine verzogene Massivholzplatte auch anfangen zu quietschen und zu knarren beim begehen. Diese Nachteile könnte man durch die Verwendung einer Leimholzplatte ausschalten. Diese würde sich nicht so schnell verziehen und ist auch nicht so anfällig gegenüber Feuchtigkeit. Allerdings wäre eine Leimholzplatte in den Ausmaßen die man als Bodenplatte braucht sehr schwer. Und wie wir ja schon wissen, muss man gerade im Reisemobilbau auf jedes Gramm Gewicht achten.

Ich rate dazu, als Bodenplatte im Reisemobil eine Siebdruckplatte zu verwenden. Siebdruckplatten sind stabil genug und dabei nicht zu schwer. Auch die wechselnde Luftfeuchtigkeit, oder auch mal direkte Feuchtigkeit greift eine Siebdruckplatte bei weitem nicht so stark an wie die anderen Platten.

Einbau der Bodenplatte

Bevor man sich an den Einbau macht muss man überlegen, an welchen Stellen man die Platte mit dem Fahrzeug verschraubt. Empfehlenswert ist es, die Bodenplatte in einem Abstand von etwa 60-80 cm zu verschrauben. Verwendet werden dafür sogenannte Schloßschrauben. Diese bieten den Vorteil, dass sie einen sehr flachen Kopf haben, der zum Schrauben nicht gegengehalten werden muss. Allerdings muss man vor dem Bohren der Löcher sicherstellen, dass sich unter dem Fahrzeugboden keine Bauteile befinden, die angebohrt werden und dass man von unten auch hinkommt, um die Schrauben fest zu ziehen. Anschließend werden die ermittelten Stellen genau ausgemessen und das Maß auf die bereitliegende Siebdruckplatte übertragen.

Die Platte wird dann genau auf das benötigte Maß geschnitten und in das Fahrzeug auf den vorbereiteten Boden gelegt.