Campingbus

Ein ausgebautes Fahrzeug in der Größe eines Großraumkombis, wie diese Busse allgemein bezeichnet werden. Die Größe des Fahrzeugs setzt hier dem Ausbau enge Grenzen. Dennoch haben es viele Hersteller, bzw. Ausbaufirmen geschafft, mit cleveren Lösungen viel Ausstattung auf kleinem Raum unter zu bekommen.

Geeignet ist ein Campingbus für das verlängerte Wochenende, aber auch für den Sommerurlaub, wenn man bereit ist, die eine oder andere Einschränkung hin zu nehmen. Mit mehr als 2 Personen sollte man allerdings nicht unterwegs sein. Höchstens ein kleines Kind noch, aber eine dritte Person die nicht mehr im Kleinkindalter ist lässt das Platzangebot bereits als deutlich zu klein erscheinen.

Dafür behält man mit einem Camingbus eine großartige Flexibilität und Wendigkeit. Wer einmal mit einem größeren Reisemobil oder ienem Wohnwagengespann durch eine Innenstadt fahren musste weiß, wovon ich rede.

Der Urvater aller Campingbusse war der Volkswagen Transporter T1, der von Westfalia ausgebaut wurde. Sicherlich gab es bereits vorher Individualausbauten auch auf Basis anderer Fahrzeuge, aber dies war der erste im größeren Stil gefertigte Campingbus. Zu dieser Zeit entstand auch die Möglichkeit, die Campingausstattung auf einfache Weise aus- und einzubauen, um den Bus unter der Woche als Transporter für die Firma zu nutzen und am Wochenende oder im Urlaub mit ihm als Campingbus zu verreisen.

Von Generation zu Generation der Basisfahrzeuge wurden auch die Ausbauten der Campingbusse immer moderner und ausgereifter. So hatte der VW Transporter der ersten Generation auch als Campingbus die normale, einfache Fahrzeugverglasung, während die ausgebauten Busse der zweiten Generation im Wohnbereich bereits mit doppelten Kunststoffscheiben erhältlich waren. Im Bereich des Fahrerhauses, also Windschutz- und die beiden Seitenscheiben, ist eine solche Campingverglasung nicht zulässig, deshalb haben auch heute noch alle Campingfahrzeuge im Führerhaus eine einfache, normal Fahrzeugverglasung.

Camingbusse dürften auch die am häufigsten selbst ausgebauten Fahrzeuge sein. Es gibt für sie am meisten verkauften Basisbusse vorgefertigte Campingmöbel zum selbsteinbau zu kaufen. Diese sind in der Regel sehr assgenau, müssen aber meist noch etwas nachgearbeitet werden, da die basisfahrzeuge oft gebraucht gekauft werden und bereits ein Vorleben hatten. Der Vorteil an einem Eigenausbau liegt dabei ganz klar darin, dass man gut auf die eigenen Erwartungen und Ansprüche, bzw. Erfordernisse eingehen kann. 

Es gibt einiges an Büchern mit Ausbauanregungen und Anleitungen für jeweils einen bestimmten Fahrzeugtyp. In diesen Büchern sind auch alle Maße, Radien und Winkel aufgeführt, was recht hilfreich ist, wenn man die PLanung für den Ausbau als Beschäftigung für den Winter wählt. Man muss dann nicht für jedes Maß das man braucht in die Kälte zum nachmessen.