Wohnwagen

Ein Wohnwagen bietet gegenüber einem Zelt, aber auch gegenüber einem Reisemobil Vorteile, muss aber auch mit dem dem einen oder anderen Nachteil kämpfen.

Die Anschaffung ist in der Regel teurer als die Anschaffung eines Zeltes, dabei jedoch immer noch günstiger als ein entsprechendes Reisemobil. Für KFZ Steuer und Haftpflichtversicherung sind im Jahr normalerweise höchstens 100 € zu rechnen. Einzig die Teil- oder Vollkaskoversicherung, deren Prämie sich nach dem Neuwert des Wohnwagens richtet ist etwas kostspieliger.

Für den Wohnwagen braucht man in der Zeit, in der er nicht genutzt wird einen Stellplatz. Am Strassenrand darf er – im Gegensatz zu Reisemobilen- nicht länger als 14 Tage stehen. Obwohl dafür KFZ-Steuer bezahlt wird. Das verstehe wer mag, aber es ist nun mal so.

Am besten ist ein Stellplatz in einer geschlossenen Halle. Zum einen steht der Wohnwagen da einigermaßen sicher vor Langfingern, zum anderen ist er Witterungsgeschützt. Ein einfaches Dach reicht prinzipiell auch, bietet aber natürlich weniger Schutz.

Natürlich kann man den Wohnwagen auch auf einem Dauerstellplatz am Campingplatz stehen lassen, dann muß allerdings ein festes Dach darüber, zumindest wenn man noch mehrere Jahre Freude an seinem Urlaubsgefährten haben will. Mehrere Winter mit ungeschütztem Dach machen den Dichtungen den Garaus.

Was hat man nun in so einem Wohnwagen?

Nun, falls es sich nicht um ein verbasteltes Exemplar handelt, von denen leider immer wieder sehr viele angeboten werden, hat man ein festes Dach über dem Kopf und einen festen Boden unter den Füßen. Das sind schonmal zwei große Vorteile gegenüber einem Zelt, ist man doch damit witterungsgeschützt. Dazu kommt dann eine funktionierende Gasanlage, die zumindest eine Heizung mit Gebläse, einen Kocher mit 2 oder mehr Flammen und einen Strom- und Gasbetriebenen Kühlschrank beinhaltet. Im besten Fall besitzt der Wohnwagen sogar noch eine Warmwassertherme, die – wie der Name schon sagt – warmes Wasser bereitet. Die Wände des Wohnwagens sind isoliert, so dass man auch bei kalten Aussentemperaturen mit der Bordeigenen Gasheizung eine wohlige Wärme ins Innere bekommt.

Auch ein funktionierendes Stromsystem mit 12- und 230 Volt hat ein Wohnwagen normalerweise. So ist sichergestellt, dass unterwegs über den 12 Voltanschluß am Zugfahrzeug die Pumpen in Nasszelle und Küchenblock funktionieren, sowie mehrere Lampen eine ausreichende Innenbeleuchtung sicherstellen. Auch der Kühlschrank funktioniert mit 12 Volt Bordstrom, damit das Kühlgut während der Fahrt nicht zu warm wird. Sogar ein kleines Gefrierfach haben die Absorberkühlschränke im Wohnwagen.